Behindertenpolitik

Karl Finke äußert sich zu Handlungsfeldern, die er aus der aus der UN-Behindertenrechtskonvention herleitet
Karl Finke nimmt Stellung

Spontan zur aktuellen Behindertenpolitik und dortigem Handlungsbedarf befragt, gab der Landesbeauftragte Karl Finke folgendes Statement ab:

„Menschenrechte sind die Waffen der Schwachen“

Diskriminierte und teilweise unterdrückte Bevölkerungsgruppen, wie ehemals Frauen und jetzt insbesondere Personen mit Migrationshintergrund, gleichgeschlechtlichen Lebensformen und behinderte Menschen sind bei Ihrem Anspruch auf Teilhabe und Mitbestimmung auf die Durchsetzung ihrer bestehenden – bislang aber missachteten - Menschenrechte angewiesen.

Menschenrechte sind der Hebel, um gleiche Lebens- und Partizipationsmöglichkeiten in humanitären Gesellschaften zu stärken. Die Unsichtbaren sichtbar zu machen und ihnen hörbar Gesicht und Stimme zu verleihen, ist Inhalt konsequenter Menschenrechtspolitik. Hierzu gehört auch, dass als Entscheiderinnen und Entscheider, z. B. behinderte Menschen selbst qualifiziert ja oder nein sagen. In Verbänden, die sich von Eltern zu Verbänden behinderter Menschen gewandelt haben und in Funktionen noch immer althergebracht von nichtbehinderten Menschen vertreten werden, heißt dies, sofort eine Doppelspitze zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen einzurichten und die Leitung paritätisch zu besetzen. Die Unsichtbaren sichtbar zu machen im Sinne von Menschenrechtspolitik heißt hier, die Leitung sichtbar mit behinderten Menschen künftig zu besetzen und dies im Rahmen angemessener Vorkehrungen entsprechend vorzubereiten.

Rede des Landesbeauftragten auf Geschäftsführertagung des DOSB