Rechte der Schwerbehinderten müssen gestärkt werden

Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung setzen sich Sozialverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund gemeinsam mit der niedersächsischen Landesbehindertenbeauftragten Petra Wontorra dafür ein, Menschen mit Behinderung besser in die Arbeitswelt zu integrieren. In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie, die Rechte der Schwerbehindertenvertretungen (SBV) in den Betrieben zu stärken.

Abschlusstagung des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe e.V.

Frau Wontorra während der Rede auf der BeB AbschlusstagungWährend der Abschlusstagung des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe e.V. zum Evaluationsprojekt „Umwandlung von Groß- und Komplexeinrichtungen in differenzierte gemeindenahe Wohnanlagen“ am 04.12.2015 in Berlin hat Frau Wontorra einen Vortrag gehalten. Wir dokumentieren Ihre Rede hier.

 

Mitgliederversammlung der Lebenshilfe am 07.11.2015 in Lüneburg

Behindertenbeauftragte Frau Petra Wontorra

„Ich bin selbstverständlich zur Zusammenarbeit auch mit der Lebenshilfe bereit, ich bin allerdings nicht - und ich werde auch nicht – die Vertreterin der Institutionen, die die Lebenshilfe betreibt, sein, sondern ich werde immer die Vertreterin der Interessen der Menschen mit Behinderungen sein, die in Institutionen der Lebenshilfe arbeiten und leben.“

Dies die Kernaussage eine Rede, die Frau Wontorra während der Mitgliederversammlung des Landesverbandes Niedersachsen der Lebenshilfe am 7.11.2015 gehalten hat. Wir dokumentieren die Rede.

Vortrag während BAR-Grundschulung am 13.10.2015

Vom 13.-15.10 2015 sind 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Gemeinsamen Servicestellen aus ganz Deutschland zu einer BAR-Grundschulung in Hannover zusammengekommen.

Zu Beginn der Schulung hielt der Referent aus dem Büro der Landesbeauftragten einen Vortrag zum Thema „Erwartungen von Menschen mit Behinderungen an die Reha-Beratung“.

Wir dokumentieren seinen Beitrag im Folgenden.

Behindertenpolitik

Karl Finke äußert sich zu Handlungsfeldern, die er aus der aus der UN-Behindertenrechtskonvention herleitet
Karl Finke nimmt Stellung

Spontan zur aktuellen Behindertenpolitik und dortigem Handlungsbedarf befragt, gab der Landesbeauftragte Karl Finke folgendes Statement ab:

„Menschenrechte sind die Waffen der Schwachen“

Diskriminierte und teilweise unterdrückte Bevölkerungsgruppen, wie ehemals Frauen und jetzt insbesondere Personen mit Migrationshintergrund, gleichgeschlechtlichen Lebensformen und behinderte Menschen sind bei Ihrem Anspruch auf Teilhabe und Mitbestimmung auf die Durchsetzung ihrer bestehenden – bislang aber missachteten - Menschenrechte angewiesen.

Menschenrechte sind der Hebel, um gleiche Lebens- und Partizipationsmöglichkeiten in humanitären Gesellschaften zu stärken. Die Unsichtbaren sichtbar zu machen und ihnen hörbar Gesicht und Stimme zu verleihen, ist Inhalt konsequenter Menschenrechtspolitik. Hierzu gehört auch, dass als Entscheiderinnen und Entscheider, z. B. behinderte Menschen selbst qualifiziert ja oder nein sagen. In Verbänden, die sich von Eltern zu Verbänden behinderter Menschen gewandelt haben und in Funktionen noch immer althergebracht von nichtbehinderten Menschen vertreten werden, heißt dies, sofort eine Doppelspitze zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen einzurichten und die Leitung paritätisch zu besetzen. Die Unsichtbaren sichtbar zu machen im Sinne von Menschenrechtspolitik heißt hier, die Leitung sichtbar mit behinderten Menschen künftig zu besetzen und dies im Rahmen angemessener Vorkehrungen entsprechend vorzubereiten.

Rede des Landesbeauftragten auf Geschäftsführertagung des DOSB