Presseinformationen
Presseinformation vom 01.03.2002
Wir mischen uns ein - Netzwerktreffen behinderter Frauen
HANNOVER. Frauen mit unterschiedlichen Behinderungen trafen sich am Samstag in Hannover, um die Bedeutung der neuen gesetzlichen Grundlagen des Sozialgesetzbuch IX für behinderte Frauen zu bewerten. Grundsätzlich positiv betrachteten die Teilnehmerinnen die Verbesserungen, wie zum Beispiel das Recht auf Teilzeitarbeit und Teilzeit-Rehamaßnahmen für behinderte Frauen, die Erziehungs- oder Pflegeaufgaben wahrnehmen. Auch die angestrebte Förderung von Kursen zur Stärkung des Selbstbewusstseins wurde begrüßt. Chancen und Risiken der neuen Regelungen wurden heftig diskutiert. Große Skepsis auf Grund erster Erfahrungsberichte äu-ßerte die Mehrzahl der Teilnehmerinnen an der zügigen Umsetzung des SGB IX. Deshalb wurde noch einmal die große Bedeutung der gemeinsamen Arbeit im Niedersächsischen Netzwerk behinderter Frauen manifestiert. Erfahrungsaustausch, Koordinierung von Aktivitäten sowie Interessenvertretung gegenüber Institutionen sind wichtige Bausteine des Netzwerkes, das dem Büro des Behindertenbeauftragten des Landes Niedersachsen angeschlossen ist. "Noch immer unterscheidet sich die Lebenssituation von Frauen mit Behinderungen in vielen Bereichen von der Situation behinderter Männer und nichtbehinderter Frauen", sagte die Behindertenbeauftragte der Stadt Hannover, Andrea Hammann. "Wir erscheinen fast nie in einer Statistik und werden auch selten in Projekten als Klientel berücksichtigt" , fügte Carmen Natusch als Netzwerksprecherin hinzu. "Deshalb bietet das Niedersächsische Netzwerk behinderter Frauen ein Forum. um die Wünsche und Forderungen der betroffenen Frauen konkret zu ermitteln und darauf aufbauend gemeinsam entsprechende Unterstützungsangebote zu realisieren" , erklärte Ilona Fedorczuk vom Büro des Behindertenbeauftragten des Landes.


