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Presseinformationen

Presseinformation vom 31.01.2002

Niedersachsen ermöglicht als erstes Bundesland einheitliche "Stadtführer nicht nur für behinderte Menschen" :
Software wird kostenlos zur Verfügung gestellt

HANNOVER. Alle niedersächsischen Gemeinden, alle barrierefreien Beherbergungsstätten und Restaurants sowie alle barrierefreien Freizeit- und Kulturstätten sollen in einen landesweit einheitlichen "Stadtführer nicht nur für behinderte Menschen" aufgenommen werden "dies ist das Ziel eines Projektes, das Ministerin Dr. Gitta Trauernicht und der Behindertenbeauftragte des Landes, Karl Finke, am Donnerstag vorgestellt haben. Das "Werkzeug" für den Stadtführer "Software, Kriterienkatalog und Erfassungsbogen" hatte Finke mit einer Arbeitsgruppe, in der Vertreterinnen und Vertreter der Städte Celle, Göttingen, Hannoversch-Münden, Hannover, Papenburg und Wolfsburg und des Landkreises Wittmund mitgewirkt haben, entwickelt Es ist jetzt fertig und wird allen niedersächsischen Städten und Gemeinden sowie interessierten Tourismusregionen kostenlos zur Verfügung gestellt.

"Mit diesem einmaligen Produkt haben Sie Niedersachsen zum Vorreiter gemacht "wir sind das erste Bundesland, das einheitliche und damit für die Nutzerinnen und Nutzer vergleihbare Stadtführer der Kommunen anbieten wird" , lobte die Ministerin die Arbeit der Beteiligten. Nach dem Internetreiseführer "Barrierefrei durch Niedersachsen" sei dies ein vorbildliches Folgeprojekt.

"Für mich wäre ein Stück Normalität erreicht, wenn alle Unterkunftsverzeichnisse, Veranstaltungskalender oder anderen Veröffentlichungen in den niedersächsischen Städten oder Gemeinden ganz selbstverständlich auch Informationen zur Barrierefreiheit beinhalten", sagte Finke. Alle Kommunen, die die Normalisierung der Lebensverhältnisse behinderter Menschen anstreben, könnten die mit den Fragebögen erhobenen Informationen nicht nur in den Stadtführern für Behinderte nutzen, sondern sie hätten jetzt auch die Möglichkeit, sie in touristischen Broschüren zu verwerten. "Dies kann den Städten und Gemeinden helfen, den Rechtsanspruch auf Teilhabe behinderter Menschen umzusetzen. "Teilhabe setzt Barrierefreiheit voraus" , unterstrich Finke.

Die CD-Rom, auf der alle Fragebogen, Handbücher und eine Datenbank enthalten sind, kann von den Städten und Gemeinden kostenlos angefordert werden. Die Adresse:
Behindertenbeauftragter des Landes Niedersachsen
Postfach 141
30001 Hannover

Der Internetreiseführer "Barrierefrei durch Niedersachsen" ist zu finden unter www.barrierefrei-reisen.de