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Presseinformationen

Presseinformation vom 28.05.2003

Karl Finke: "Magisches Viereck statt Dreieck" Menschen mit Behinderungen als mündige Bürger am sozialen Niedersachsen beteiligen

HANNOVER. Der Behindertenbeauftragte des Landes Niedersachsen, Karl Finke, begrüßt den Willen von Land, Kommune und Wohlfahrtsverbänden, sich über die Ziele eines "sozialen Niedersachsen" abzustimmen. Finke fordert, die Gestaltungshoheit der drei Partner um Vertreter behinderter Menschen aus Niedersachsen zu ergänzen. Das bisherige magische Machtdreieck von Land, Kommune und Wohlfahrtsverbänden werde somit zu einem Viereck erweitert. "Neben Leistungsträgern und -erbringern in der Sozialpolitik müssen künftig auch die Leistungsempfänger, also behinderte Menschen selbst, mitbestimmen. Es geht um unsere Lebensqualität als mündige Bürger in einer Bürgergesellschaft von morgen", so der Behindertenbeauftragte.

Bei der Gestaltung des sozialen Niedersachsens werden auch die Interessen und Belange der rund 670.000 behinderten Menschen in Niedersachsen vertreten. Ohne ihre gleichberechtigte Beteiligung sei das soziale Gleichgewicht nicht gewahrt. Uneingeschränkte Teilhabe sei eine der zentralen Botschaften des Europäischen Jahres von Menschen mit Behinderungen, erklärt Finke.

"Die sozialanwaltliche Funktion von Politik, Verwaltung und Verbänden kann nur in kooperativer Partnerschaft und als Unterstützer von behinderten Menschen selbst wahrgenommen werden. Behinderte Menschen als mündige Bürger in einer modernen Bürgergesellschaft ist die politische Botschaft", so der Behindertenbeauftragte, der weiter hervorhebt: "Wir behinderte Menschen sind hierzu bereit und wollen unseren Beitrag zu einem sozialen Niedersachsen von morgen gleichberechtigt mit Land, Kommune und Wohlfahrtsverbänden einbringen."